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Stadtverordnung über das Halten und Führen von Hunden in der Stadt Wolgast

Aufgrund des § 17 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 3 des Sicherheits- und Ordnungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. März 1998 (GVOBI. M-V S. 335), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 10.Juli 2006 (GVOBI M-V S.551), verordnet die Amtsvorsteherin des Amtes Am Peenestrom mit Genehmigung der Landrätin des Landkreises Vorpommern - Greifswald vom 31.08.2009 


§ 1 Allgemeine Vorschriften für die Hundehaltung

(1) Wer Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums führt, muss körperlich und geistig in der  Lage sein, den Hund jederzeit so zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Es muss in jedem Fall eine Hundeleine mitgeführt werden.

(2) Außerhalb des befriedeten Besitztums müssen Hunde ein Halsband mit Namen und Wohnanschrift des Hundehalters oder eine gültige Steuermarke tragen.

(3) Die Aufsichtsperson bzw. der Hundehalter hat dafür zu sorgen, dass der Hund nicht unbeaufsichtigt umherläuft. Sie muss jederzeit auf den Hund einwirken können und der Hund darf sich höchsten 50 m von der Aufsichtsperson entfernen.

(4) Hunde sind so zu halten, dass sie das befriedete Besitztum nicht gegen den Willen des Hundehalters bzw. der Aufsichtsperson verlassen können.


§ 2 Leinenzwang

(1) Im örtlichen Geltungsbereich der Hundeverordnung der Stadt Wolgast müssen Hunde mit einer Schulterhöhe ab 50 cm und solche, die kraft Gesetzes als gefährliche Hunde eingestuft wurden, an der Leine ausgeführt werden.

(2) Äußere Grenze des Geltungsbereiches im Stadtgebiet von Wolgast ist beginnend im Norden der Stadt die Straße Am Katharinenberg. Die Grenze verläuft weiter über den Helenenweg in östlicher Richtung und weiter in südöstlicher Richtung zum Marienweg. Sie bewegt sich weiter im Uferbereich des gesamten Dreilindengrundes einschließlich Fischmarkt in Richtung Schlossinsel, erfasst den gesamten Schlossinselbereich einschließlich Uferbereich, führt weiter in südwestlicher Richtung im Gleisbereich der UBB bis unterhalb des Bettenhauses der Peene-Werft GmbH in der Bahnhofstraße, quert diese und verläuft weiter entlang der Straße „An den Anlagen“ bis zur Freilichtbühne.  Südlich verläuft die Grenze des Geltungsbereiches über den Weg „Zum Stadtpark“, erfasst das Grundstück der Regionalen Schule Heberleinstraße, quert die Heberleinstraße und verläuft hinter den Wohnhauskomplexen Heberleinstraße, Thälmannstraße, Heinrich-Heine-Straße, Zillestraße, Wilhelm-Busch-Straße, Hans-Sachs-Straße und Von-Goethe-Straße in nordwestlicher Richtung bis hin zur Chausseestraße. Sie quert diese und verläuft entlang der gesamten Robert-Koch-Straße bis zur Baustraße in nördlicher Richtung. Von dort führt sie weiter in östlicher Richtung hinter den Wohnkomplexen Baustraße, Puschkinstraße und Regionale Schule „Kosegarten“ bis zur Schulstraße, quert die Greifswalder Straße und führt in den Tannenkamp in nordöstlicher Richtung zwischen Tannenkampweg und Garagen im Rosenweg vorbei. Sie folgt weiter hinter den Eigenheimgrundstücken im Tannenkamp, Am Hünengrab, Waldstraße und endet an der Kreuzung Tannenkamp, Karriner Straße und Am Katharinenberg.
Die genaue Streckenführung ist auf der als Anlage beigefügten Karte dick gekennzeichnet. Ausgenommen davon ist der inselseitige Teil der Stadt (Mahlzow), die Gewerbegebiete und der Park Belvedere.


§3 Mitnahmeverbot

Auf dem Gelände von Kindereinrichtungen, Kinderspielplätzen, Spielparks, Schulen, Bolzplätzen Skateranlagen, Sportplätzen, Badeplätzen und Liegewiesen, bei Volksfesten oder an Orten mit großen Menschenansammlungen ist es verboten, Hunde zu führen oder laufen zu lassen. Dies gilt nicht für blinde Personen, die von Blindenführhunden im Geschirr begleitet werden.

 
§4 Beseitigung von Hundekot

(1) Außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums ist der Hundekot von der Aufsichtsperson bzw. dem Hundehalter unverzüglich zu beseitigen.

(2) Die Aufsichtsperson bzw. der Hundehalter hat außerhalb des  eigenen  befriedeten   Besitztums  ein  geeignetes  Behältnis  zur Beseitigung des Hundekots mitzuführen. Dieses Behältnis ist den zur Personenkontrolle Befugten auf Verlangen vorzuzeigen.


§5 Begrenzung der Störung durch Hundegebell

(1) In der Nachtzeit (22.00 - 6.00 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen, im Zeitraum zwischen13.00 und 15.00 Uhr, sind Hunde, deren Bellen, Heulen oder Winseln gewöhnlich über ein kurzes Laut geben oder Anschlagen hinausgeht, in Räumlichkeiten zu halten, die weitgehend schalldicht sind.

(2) Weitgehend schalldicht im Sinne dieser Verordnung sind Räumlichkeiten, die von einer massiven Wand umgeben sind, deren Öffnungen, wie Fenster und Türen, vollständig geschlossen gehalten werden.


§6 Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrigkeiten im Sinne von § 19 Abs. 1 des Sicherheits- und Ordnungsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
 1. entgegen § 1 einen Hund führt
 2. entgegen § 2 (1) Hunde unangeleint ausführt,
 3. entgegen § 3 Hunde mitnimmt,
 4. entgegen § 4 Abs. 1 außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums den Hundekot des beaufsichtigten Tieres nicht unverzüglich beseitigt,
 5. entgegen § 4 Abs. 2 Satz 1 außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums kein geeignetes Behältnis zur Beseitigung des Hundekots mitführt,
 6. entgegen § 4 Abs. 2 Satz 2 das Behältnis nicht den zur Kontrolle Befugten auf Verlagen vorzeigt,
 7. entgegen § 5 Abs. 1 Hunde nicht in weitgehend schalldichten Räumen hält.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

(3) Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und Ahndung von Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung ist die örtliche Ordnungsbehörde.


§7 Schlussbestimmungen

(1)  Diese Verordnung hat Gültigkeit bis zum 31.12.2017

(2) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

 


Wolgast,  26.08.2009 

 

Amt Am Peenestrom
-als örtliche Ordnungsbehörde- 
 
gez. Unterschrift 
 
Susanne Darmann
Amtsvorsteherin 

 

 

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