Kompass soll den Weg ins Berufsleben weisen

Es ist vielleicht die schwierigste Entscheidung, die ein Teenager heutzutage treffen muss: Wie geht es nach der Schule weiter, welchen Beruf soll man wählen? Gibt es andere Möglichkeiten? Kann man sich in einem Praktikum ausprobieren?

Die Jugendlichen hierzulande haben bei der Berufs- und Ausbildungsbörse Kompass seit nunmehr 21 Jahren perfekte Möglichkeiten, sich über die eigene Perspektive zu informieren. Dabei waren bei den rund 80 Ausstellern nicht nur weit über 100 Berufsbilder angezeigt. Hier konnte man den direkten Kontakt mit dem zukünftigen Arbeitgeber suchen. Man konnte praktisch jede Frage stellen, jedes Problemchen erörtern. Denn die Standbetreuer hatten auch die Zeit im Gepäck, die so oft bei ähnlichen Gelegenheiten fehlt. Schließlich ist die Berufswelt – gerade für Auszubildende – deutlich anstrengender, als in so manchem Flyer dargestellt.

Hunderte Jugendliche aus der Stadt Wolgast und der Umgebung nutzten am 8. November diese Chance der Information. In der Wolgaster Großraumsporthalle an der Hufelandstraße eröffnete Bürgermeister Stefan Weigler diesen 21. Kompass; schließlich ist diese Veranstaltung seit Jahren Herzensangelegenheit. Und in der Tat ist das Angebot breitgefächert. Die Hotellerie war stark vertreten, aber auch Finanzdienstleister, Krankenkassen, Handwerkbetriebe waren vor Ort. Optisch reizvoll gestaltet waren die Stände der Forstwirtschaft; Lego Boost-Roboter marschierten über das Parkett. Die Stände von Polizei, Zoll, Bundeswehr waren dicht umlagert und natürlich waren auch die Wolgaster Institutionen stark frequentiert: Peene-Werft, Krankenhaus, WoWi, Stadtverwaltung. Kurz: Jeder hatte die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen. Und mancher machte auch gleich „Nägel mit Köpfen“, weil die Bewerbung gleich an die richtige Adresse kam.

Natürlich profitieren auch die Aussteller von dieser 21. Berufsmesse Kompass. Bekanntlich werden gute Interessenten allerorts gesucht. Oft wird sogar der sprichwörtliche „rote Teppich“ ausgerollt. Nun ist es für die Berufsanwärter an der Zeit, Gesehenes und Gehörtes zu reflektieren, um die richtige Entscheidung zu treffen.