Sanierungsgebiet „Fischerwiek“

Baumaßnahme Sandbergstraße

Gefördert durch den Bund, das Land und die Stadt Wolgast wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Fischerwiek“ nach der Erneuerung der Hermannstraße die Sandbergstraße neu gestaltet und ausgebaut.

In diesem Zusammenhang sollen die Oberflächenentwässerung und die Straßenbeleuchtungseinrichtung nach den anerkannten Regeln der Technik, den Technischen Erfordernissen sowie den zukünftigen planerischen Gegebenheiten angepasst werden. Weiterhin sollen die Belange der Barrierefreiheit in der straßenbaulichen Gestaltung Berücksichtigung finden.

Das zu überplanende Areal der Sandbergstraße liegt nördlich der Hermannstraße und verbindet diese mit der nördlich parallel zur Hermannstraße verlaufenden Berliner Straße der Stadt Wolgast. In westlicher Richtung münden die Friedrichstraße, die Auguststraße sowie die Berliner Straße in die Sandbergstraße ein. In nordöstlicher Richtung gehen die Berliner Straße sowie die Auguststraße weiter.

Die Länge der betrachteten Gesamtbaustrecke beträgt ca. 210 m.

Im Zuge der Straßenbaumaßnahme will der Zweckverband seinen Anlagenbestand im Bereich der Schmutzwasserentsorgung und der Trinkwasserversorgung erneuern und im Bereich der Niederschlagswasserentwässerung den Anlagenbestand ausbauen. Mit dem Neubau der Niederschlagwasserkanalisation soll der vorhandene Anlagenbestand ergänzt, entsprechend dem geplanten Straßenausbau angepasst und die erforderlichen Vorflutbedingungen geschaffen werden.

Parallel zu den Hauptleitungen sollen die in diesem Bereich befindlichen Grundstücksanschlüsse für Niederschlags-, Schmutz- und die Hausanschlüsse für Trinkwasser mit erneuert bzw. satzungskonform hergestellt werden.

Die Gesamtlängen der zu erneuernden und neu zu bauenden Leitungen betragen:

  • Schmutzwasserkanal ca. 218 m
  • Niederschlagswasserkanal ca. 210 m
  • Trinkwasserleitung ca. 242 m


Von Seiten der Gasversorgung Vorpommern Netz GmbH soll die Gasniederdruckleitung von der Hermannstraße bis zur Berliner Straße inkl. der Hausanschlüsse mit erneuert werden.

Die E.DIS Netz GmbH möchte im Rahmen des Bauvorhabens im Bereich des Knotenpunktes Sandbergstraße/ Auguststraße Mittelspannungskabel neu verlegen.

Für die Breitbandversorgung werden die Versorgungseinrichtungen durch die AEP Plückhahn GmbH mitverlegt.

Die Sandbergstraße wird von der Hermannstraße bis zur Berliner Straße mit einer durchgehenden Breite von 3,50 m und somit als Einrichtungsfahrbahn ausgebaut. Mit dem Ausbau der Sandbergstraße als Einrichtungsfahrbahn wird auch die Richtung der Verkehrsströme neu festgelegt. So wird die Verkehrsrichtung von der Hermannstraße bis zur Einmündung in die Friedrichstraße in nördliche Richtung und von der Einmündung Friedrichstraße bis zur Einmündung in die Berliner Straße in südliche Richtung verlaufen.

Die Oberflächenbefestigung der Fahrbahn erfolgt in Asphaltbauweise, wobei die Asphaltdeckschicht aufgehellt wird. Von den jeweiligen Fahrbahnrändern werden ca. 0,30 m breite zweireihige Pflasterstreifen als Entwässerungsrinne und Bänderung angeordnet. Das verwendete Material ist Granitgroßpflaster.

Als Randabschluss zu den Pflasterstreifen werden Granithoch-, Granittief- und Granitrundborde gesetzt.

Im Bereich des Anschlusses zur Hermannstraße werden Parkflächen in Schrägaufstellung angeordnet. Zwischen Auguststraße und Friedrichstraße werden Parkplätz in Längsaufstellung parallel zur Fahrbahn mit einer Breite von 2,00 m angeordnet. Die Parkflächen werden aus gebrauchtem Natursteinpflaster (Naturfeldstein) hergestellt.

Zur Erreichung einer verkehrssicheren Führung des Fußgängerverkehrs sowie einer sicheren Führung mobilitätsbehinderter Personen, werden beidseitig der Fahrbahn straßenbegleitende Gehwege angeordnet. Die Ausbaubreiten der Gehwegbereiche ergeben sich aus den verbleibenden beidseitigen Restflächen zwischen der Fahrbahnfläche und den angeordneten Parkflächen und den vorhandenen Grundstücksgrenzen der anliegenden Bebauung.

Die Gehwegflächen erhalten als Oberflächenbefestigung ein Betonsteinpflaster, welches bis zur vorhandenen Bebauung hergestellt wird.

Die Gehwege werden von der Fahrbahn durch Granithoch- oder Rundborde von den angrenzenden Flächen getrennt.

Zur Gewährleistung der Befahrbarkeit der Grundstückszufahrten werden die in diesem Bereich vorhandenen Hochborde durch Schrägbordsteine ersetzt

Zur besseren Führung mobilitätsbehinderter Personen werden taktile Leitsysteme in den Einmündungs- und Kreuzungsbereichen angeordnet.

Baubeginn der Maßnahme ist der Januar 2021. Das Bauende ist für März 2022 geplant.

Die Baumaßnahme wird auf Grund der örtlichen Gegebenheiten – beengtes Baufeld, unter Vollsperrung – ausgeführt. Eine Befahrbarkeit zu den anliegenden Grundstücken kann nicht gewährleistet werden, sondern nur eine Begehung.